Viele Verschönerungen der Fankurven und -tribünen hat das Volksparkstadion in seiner langen und bewegten Geschichte erfahren. Eine Zeitreise durch die Anfänge und die Highlights der kreativen CHOREOGRAFIEN der HSV-Fans in ihrem Wohnzimmer Volksparkstadion.
Was einst mit in die Höhe gereckten Schals begann, sich in den 80er- und 90er-Jahren über zum Teil selbstgebastelte und abenteuerlich wild und bunt anmutende Fahnen fortsetzte und seinen vorläufigen Höhepunkt in den ersten sogenannten Blockfahnen fand, hat sich im modernen Fußball zu einer riesigen Faszination entwickelt: Fan-Choreos.
In tage-, manchmal wochen- und mitunter sogar monate-langer Arbeit zaubern die Anhänger immer wieder zu besonderen Spielen oder Anlässen außergewöhnliche Kunstwerke, mit denen die Kurve beziehungsweise die Tribüne oder gar das gesamte Stadion geschmückt werden. Die Choreos der HSV-Fans sorgen hierbei vereins- und ligaübergreifend immer wieder für neue Maßstäbe und große Begeisterung bei allen Fußballfans.
So durfte das Volksparkstadion regelmäßig große Highlights erleben, von denen in dieser HSVlive-Ausgabe eine bunt zusammengestellte Auswahl ein Bild der „Faszination Choreos“ zeichnen soll.
Welch große Kunstwerke es im Volkspark seit Beginn der 2000er-Jahre zu bewundern gab, zeigt diese Auswahl, die von besonders wichtigen Spielen, großen Jubiläen oder auch traurigen Anlässen wie beispielsweise der Trauer um Vereinsikonen wie Uwe Seeler oder Hermann Rieger reicht. Faszinierend!
Wie einst alles begann: In den 80er- und 90er-Jahren gewann im Volkspark neben der lautstarken auch die optische Unterstützung immer mehr an Gewicht. Über in die Höhe gereckte Schals und selbstgebastelte Fahnen entwickelte sich bis heute die große Faszination Fanchoreos.
Hammonia super omnia – Anfang 2024 beim Heimspiel gegen den VfL Osnabrück (1:2) zeigt die Nordtribüne, dass Hamburg für sie über alles geht.
Raute pur – zum Relegationsrückspiel gegen den VfB Stuttgart (1:3) im Juni 2023 tauchten die HSV-Fans die Nordtribüne in eine riesige Raute.
Kein Verein wird je so sein – und vielleicht auch kein Hamburger Stadtderby wieder so verrückt und emotional wie dieses 4:3 im April 2023.
Als der größte HSVer aller Zeiten von uns gegangen war, würdigten ihn die HSV-Fans am 24. Juli 2023 gegen Hansa Rostock (0:1) mit einer großen „Uns Uwe“-Choreographie. Bewegend!
Es riecht nach Bier und Sieg und Sensation – doch die blieb im DFB-Pokal-Halbfinale im April 2022 gegen den SC Freiburg (1:3) leider aus. Kein „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin“.
Schwarz, weiß, blau, nur der HSV – so lautete die Botschaft im September 2019 zum Nordduell gegen den „kleinen“ HSV aus Hannover, das der „große“ HSV mit 3:0 gewann.
Die Liebe zur Raute kennt keine Liga – eindrucksvoll unter Beweis gestellt beim 2:1 im letzten Bundesliga-Spiel des HSV im Mai 2018 gegen Borussia Mönchengladbach.
Für immer unser bester Mann – zur Gedenkminute für den verstorbenen Kult-Masseur Hermann Rieger im Februar 2014 gegen Borussia Dortmund (3:0) trägt das Volksparkstadion schwarz.
50.000 Doppelhalter zum 125. Geburtstag – im September 2012 sorgten die HSV-Fans mit kaum in Worte zu fassender Arbeit für grenzenlose Gänsehaut beim 1:0 gegen Hannover 96. Mehr zu dieser einmaligen Choreo auf den folgenden Seiten in der Story zum 125. HSV-Geburtstag.
Nur der HSV – der große Traum vom Europa-League-Finale im eigenen Stadion lebte im April 2010 im Halbfinale gegen den FC Fulham (0:0), platze im Rückspiel jedoch jäh.
Das doppelte Werder-Halbfinale, auch bekannt als „Werder-Wochen“, veranlasste die Fanszene, gleich zweimal über sich hinauszuwachsen und zwei ganz besondere Choreografien zu zaubern. Leider reichte es für den HSV im April und Mai 2009 in keinem der Duelle für den Einzug ins Finale, sowohl im DFB-Pokal als auch im UEFA Cup war im Halbfinale Schluss. Die Choreos aber waren definitiv titelreif.



























