Hier zockt der HSV-Nachwuchs

Im Sportpark Eimsbüttel, am HSV-Campus an der Alexander-Otto-Akademie und auf den Paul-Hauenschild-Sportplätzen in Norderstedt: Die Nachwuchsmannschaften des Hamburger SV haben gleich mehrere HEIMSPIELSTÄTTEN. Das HSVlive-Magazin hat sich die Standorte mal etwas genauer angeschaut.

Eines Tages vor 57.000 Zuschauern im Volksparkstadion mit der Raute auf der Brust auflaufen zu dürfen – diesen Traum verfolgen alle Jungendspieler aus den neun Nachwuchsmannschaften des Hamburger SV. Um sich diesen Wunsch auf lange Sicht erfüllen zu können, investieren die jungen Talente Tag für Tag, Saison für Saison sehr viel. Schweißtreibende Trainingseinheiten, zusätzliches Individualtraining und spezifische Videoanalysen stehen auf den Wochenplänen der Youngster. Wie es sich anfühlen mag, als Profi für den HSV spielen zu dürfen, erleben die Nachwuchsspieler ab der U16 jeden Tag hautnah. Denn aufgrund der Konstellation, dass sich der HSV-Campus an der Alexander-Otto-Akademie in unmittelbarer Schlagdistanz zum Volksparkstadion befindet, saugen die Nachwuchsakteure auf, wie die Profis ihren Arbeitsalltag verbringen und gestalten. Das dreigeschossige Gebäude mit mehr als 4.300 Quadratmetern bildet seit 2017 die Heimat des HSV-Nachwuchses in den Altersklassen von der U16 bis zur U21. Hier finden die Talente alles, was sie für ihre fußballerische Ausbildung auf höchstem Niveau benötigen: Athletik- und Fitnessräume, Regenerationsmöglichkeiten, Mensa, Kabinen, Hausaufgabenbetreuung, einen Internatsbereich und natürlich die Trainingsplätze, auf denen sie Seite an Seite mit der Profimannschaft trainieren. Ein weiteres absolutes Schmankerl: Die Dachterrasse mit bestem Blick auf das Ziel, wo es eines Tages mal hinführen soll – ins Volksparkstadion.

U16 spielt am Campus – U17, U19 und U21 im Sportpark Eimsbüttel

Während die fünf Teams aus diesen Altersklassen das Gelände der Alexander-Otto-Akademie als ihre Trainingsstätte nutzen, trägt lediglich die U16 ihre Heimspiele auf dem Kunstrasenplatz am HSV-Campus aus. Die U21 in der Regionalliga Nord sowie die beiden Junioren-Bundesliga-Teams aus der U19 und U17 absolvieren ihre Partien im Sportpark Eimsbüttel. Als Ausweichplatz – beispielsweise bei Unbespielbarkeit des Platzes – dient der Kunstrasen am HSV-Campus. Das Stadion an der Hagenbeckstraße bietet derzeit mit 900 Steh- und 418 Sitzmöglichkeiten Platz für insgesamt 1.318 Zuschauer. Auch die HSV-Frauen bestreiten hier gelegentlich ihre Begegnungen. Nach der laufenden Saison wird die Heimspielstätte der drei Nachwuchsmannschaften unter Regie des Bezirksamtes Eimsbüttel und dem Bezirklichen Sportstättenbau umfassend modernisiert.

Bereits seit vielen Jahren zum Inventar der Rothosen gehört das Nachwuchsleistungszentrum an der Ulzburger Straße in Norderstedt. Auf den Paul-Hauenschild-Sportplätzen sind die Teams des Grundlagen- und Aufbaubereichs von der U11 bis zur U15 beheimatet und legen hier den Grundstein für eine erfolgreiche Entwicklung in den älteren Jahrgängen mit der Raute auf der Brust. Neben den Trainingseinheiten absolvieren die Mannschaften auf der Sportanlage auch ihre Heimspiele im Liga- und Testspielbetrieb.

Spielstätte der U17, U19 und der U21 um Nicolas Oliveira (Foto rechts): Der Sportpark Eimsbüttel an der Hagenbeckstraße.

Spielstätte der U17, U19 und der U21 um Nicolas Oliveira (Foto oben): Der Sportpark Eimsbüttel an der Hagenbeckstraße.

Zwei Trainingsstandorte, eine Ausbildungsphilosophie

Auch wenn es durch die zwei unterschiedlichen Trainingsorte – am HSV-Campus und in Norderstedt – eine geografische Trennung gibt, läuft die fußballerische Ausbildung der Nachwuchsspieler von der U11 bis zur U21 nach einer einheitlichen Philosophie. So finden regelmäßig gemeinsame Trainersitzungen aller Mannschaften in den Besprechungsräumen am Campus statt und die Verantwortlichen aus dem Sport um Direktor Nachwuchs Horst Hrubesch, Loic Fave (Leiter Sport), Sven Marr (Leiter Administration und Organisation), Julia Brinkschröder (Leiterin Strategie und Trainerentwicklung), Benjamin Scherner (Leiter Kadermanagement und Scouting) und Frank Weiland (Persönlichkeits- und Leistungsentwicklung) verfolgen eine ganzheitliche Strategie. Auch bei eigenständigen Trainersitzungen in Norderstedt sind immer Verantwortliche aus dem Führungsgremium dabei. Auch die Verzahnung innerhalb der Trainer aus dem Leistungs- und dem Grundlagen- und Aufbaubereich funktioniert: So kommt es immer wieder vor, dass Übungsleiter aus Norderstedt in den Trainerteams der älteren Jahrgänge am Campus hospitieren und andersherum, dass die Trainer aus den älteren Jahrgängen Trainingseinheiten in Norderstedt bei den jüngeren Rothosen leiten.

Denn am Ende des Tages verfolgen alle Mitarbeiter, Trainer und Verantwortliche des Hamburger SV ein gemeinsames Ziel: Die bestmögliche Ausbildung der Nachwuchsspieler mit der Motivation eines Tages mit der Raute auf der Brust im Volksparkstadion auflaufen zu dürfen – und das ganz unabhängig davon, ob sie am HSV-Campus an der Alexander-Otto-Akademie, im Sportpark Eimsbüttel oder auf den Paul-Hauenschild-Sportplätzen in Norderstedt ihre Heimspiele austragen.

Seit Jahrzehnten Inventar der Rothosen: Das Nachwuchsleistungszentrum in Norderstedt, wo gegenwärtig der Grundlagen- und Aufbaubereich beheimatet ist.