Profi, Trainer, Sportdirektor, Vorstand – STEFAN KUNTZ hat den Fußball von allen Seiten und in allen Facetten erlebt und bringt diesen großen Erfahrungsschatz nun für den HSV ein. HSVlive stellt den neuen Vorstand Sport vor.
Die Spannung steigt. Vor dem ersten Heimspiel der neuen Saison im ausverkauften Volksparkstadion gegen Hertha BSC gilt dies auch für den neuen Vorstand Sport des Hamburger SV. Dabei hat Stefan Kuntz im Fußball eigentlich alles gesehen, alles erlebt und darüber hinaus auch (fast) alles gewonnen. Europameister als Spieler und Trainer, Deutscher Meister, DFB-Pokalsieger, international zweifacher UI-Cup-Gewinner, jeweils zweimal Torschützenkönig der Bundesliga sowie des DFB-Pokals, Deutscher Fußballer des Jahres und Träger der Fairplay-Medaille des Deutschen Fußballbundes. Dazu die Jobs als Sportdirektor beim VfL Bochum, als Vorstandsvorsitzender beim 1. FC Kaiserslautern und zuletzt als Trainer der deutschen U21-Nationalmannschaft sowie der türkischen A-Nationalmannschaft. Ergibt in Summe einen riesigen Erfahrungsschatz, den der 61-Jährige ab dieser Saison nun beim HSV einbringt.
Doch wie tickt dieser Mann, der als Spieler, Funktionär und Trainer so viel erlebt und nun beim HSV als Vorstand Sport angeheuert hat? Wie interpretiert er seine neue Aufgabe, die er mit viel Freude angetreten ist? Zuallererst einmal mit der nötigen Ruhe. Und das aus gutem Grund. „Jeder Verein hat ein spezielles Gefühl, eine spezielle Stimmung und manches davon kannst du erst beurteilen, wenn du voll in diese Welt eingetaucht bist“, erklärt Kuntz, denn: „Vom Rand sieht es manchmal ganz anders aus, als wenn man dann im Becken drinnen ist. Diese Zeit nehme ich mir auf jeden Fall.“ Sagte er zum Antritt und hielt Wort. Mitarbeiter kennenlernen, mit den sportlich Verantwortlichen die Vorgehensweise festlegen, in den HSV-Fan-Kosmos eintauchen – die ersten Wochen waren vielfältig für den gebürtigen Saarländer, der nun erstmals im hohen Norden agiert.
„Ich bin sehr gut in die HSV-Kultur eingeführt worden und es ist sehr beeindruckend. Für mich ist es ein wesentlicher Bestandteil des HSV, dass es eine solche Fankultur gibt“, sagt der Familienmensch, der aus der Zeit mit den eigenen Kindern ganz genau weiß, dass es „für Jugendliche manchmal gar nicht so einfach ist, ihre eigene Identität zu finden. Da kann es natürlich eine Form von Identität sein, HSV-Fan zu sein. Und wenn du dann eine Kultur vorfindest, die Loyalität, Zusammenhalt und Weltoffenheit vorlebt, dann wirkt das – besonders bei jungen Menschen – auch auf die Erziehung ein. Es ist toll, wenn junge Menschen diesen Teamspirit erfahren können.“ Der HSV also als Art Familie? Für Stefan Kuntz in jedem Fall die Familie, mit der er aktuell mehr Zeit verbringt als mit der eigenen, denn im Fokus der neuen Tätigkeit steht selbstverständlich die Zusammenstellung des Kaders für die Spielzeit 2024/25.

















