
Dass HSV-Mittelfeldspieler IMMANUEL PHERAI nach einem Spiel mit Applaus bedacht wird, hat der 23-Jährige in seiner Karriere schon etliche Male erlebt. Dass ihm dies auch passierte, als er für das HSVlive-Magazin die Mannschaftskabine der Rothosen gegen den Proberaum von Abschlach! eintauschte, war dann schon ein besonderer Moment. Bandprobe statt Mannschaftstraining, Drumsticks statt Dropkick – und am Ende viel Applaus für das eine oder andere starke Solo. Ladies and Gentleman, HSVlive proudly presents: Abschlach! feat. Pherai.
Musik gehört zu ihm, ob zu Hause, im Auto oder auch vor dem Spiel bei der Platzbegehung. Immanuel Pherai liebt Musik, und er liebt es, auch auf dem Platz den Ton anzugeben, Takt und Tempo zu bestimmen, mit seinen Dribblings für Trommelwirbel zu sorgen und schlussendlich sein Solo mit einem Paukenschlag zu krönen. In dieser Saison gelang dies wettbewerbsübergreifend in zwölf Partien mit vier Scorerpunkten, in der Rückrunde möchte Pherai dann noch viel häufiger wieder für den finalen Tusch und damit auch für das aus den Boxen donnernde „Always Hamburg“ als HSV-Torsong sorgen, der dann den Volkspark zum Explodieren bringt. So wie bereits in der Vergangenheit: Auf 67 Zweitliga-Spiele mit je einem Dutzend Toren und Vorlagen kann der offensive Mittelfeldmann zurückblicken – dass Pherai weiß, wie es geht, hat Hamburgs Zehner also bereits unter Beweis gestellt. Dies gilt übrigens auf, aber auch neben dem Fußballplatz. Denn bereits als Teenager lernte Pherai, nicht nur fußballerisch, sondern auch musikalisch so richtig auf die Pauke zu hauen.

Auch heute noch ist Immanuel Pherai fasziniert vom Schlagzeugspielen, weshalb er sofort zusagte, als ihm die HSVlive-Einladung in den Posteingang flatterte, an einer Probe-Session bei den Hamburg- und HSV-Rockern von Abschlach! mitzuwirken. Wie es sich für eine echte Rockband gehört, finden die wöchentlichen Sessions in einem Proberaum statt, wie man ihn sich vorstellt: klein, tief, eng, mit Instrumenten, Mikrofonen sowie reichlich Technik ausgestattet und mit dem eigenen Logo in Übergröße an der Wand. Ein Anblick, der Pherai sofort packt, als er den Raum betritt und die Bandmitglieder nacheinander begrüßt. „So sieht das also aus“, sagt er und strahlt. Später beim entspannten Plausch gibt er zu: „Ich war vorher genauso aufgeregt wie vor einem Spiel.“ In dem Augenblick aber funktioniert Pherai, die Nervosität als Neuer in der Gruppe wird gekonnt überspielt. Und dann geht es auch schon los. „Ich habe seit drei Jahren keine Sticks mehr in der Hand gehabt“, sagt er noch kurz, ehe ihm Abschlach!-Drummer Sven seine Schlagzeugstöcker in die Hand und an den Drums eine kurze Einweisung gibt. Boris und Tobi schnappen ihre Gitarren und beginnen zu spielen, Domi lässt den Bass brummen, Michi und Muchel regeln sich ihre Mikrofone in die richtige Position. Und Immanuel Pherai zählt mit den aneinander klatschenden Drumsticks ein. One, two, three, four. Showtime.
„Ich habe etwas gebraucht, um wieder reinzukommen“, gesteht „Manu“ Pherai später, doch mehr und mehr ist er wieder in seinem Element und man sieht, spürt und hört sofort, dass dort jemand sitzt, der weiß, was er tut. Die Rhythmen kommen, werden schneller, die Schläge präziser und es wird klar: Schlagzeug spielen ist ein bisschen wie Fahrrad fahren – verlernt man offensichtlich nicht! Und so hämmert sich Pherai immer mehr rein, als seine neuen Mitspieler ebenfalls einstimmen und die Nummer 10 des HSV in den Tiefen dieses Kellers nun Teil der Hamburger Kult-Band ist, deren Lieder im Stadion und auch in der Kabine rauf- und runterlaufen. „Kennst du denn ‘Mein Hamburg lieb ich sehr‘, sollen wir das mal gemeinsam spielen?“, fragt Sänger Muchel. „Natürlich kenne ich das“, lautet die leicht empörte und ungläubige Antwort, und so spielen Abschlach! und Immanuel Pherai gemeinsam die HSV-Hymne. Es ist ein besonderer Augenblick.

Immanuel Pherai (r.) mit Abschlach!-Schlagzeuger Sven, der ihm an diesem Abend einige Kniffe der Abschlach!-Songs zeigte.

Der Mann am Schlagzeug: Immanuel Pherai konzentriert bei der Arbeit (u.) und inmitten seiner Bandkollegen für diesen Abend: Gitarrist Boris, Schlagzeuger Sven, Gitarrist Tobi und Bassist Domi (hintere Reihe v.l.). Und vorn die beiden Sänger Muchel (l.) und Michael Wendt.

Sein Strahlen verrät, wie groß der Spaß und die Freude sind, nach längerer Pause endlich mal wieder an den Drums zu sitzen. Und den Taktstock zu schwingen – so wie Pherai es auch auf dem Fußballplatz am liebsten macht und wieder vermehrt tun möchte. Das ist sein großes Ziel für 2025. Sich parallel aber auch wieder häufiger ans Schlagzeug zu setzen, wird ebenfalls auf der Bucketlist für das neue Jahr stehen. Denn wieviel Freude Pherai die Abschlach!-Session bereitete, war an diesem Abend nicht zu übersehen. Ebenso wie sein Talent. Gelernt hat Pherai das Schlagzeugspielen bereits als Kind beziehungsweise Jugendlicher in seiner Heimatstadt Amsterdam. Fasziniert von den Klängen der Brass Bands, die in Suriname, der Heimat seines Vaters, eine große Tradition haben und auch in den Niederlanden häufig zu finden sind, begann der kleine Manu – „ich denke, ich war damals vielleicht vier oder fünf Jahre alt“ – mit den Fingern auf dem Tisch zu trommeln. Später gab es dann die erste eigene kleine Trommel, mit der Pherai nicht mehr nur im Kinderzimmer, sondern auch öffentlich zu spielen begann. „In den Niederlanden wird in den Kirchen und bei den Gottesdiensten sehr viel mehr Musik gespielt, dort gehört auch ein Schlagzeug dazu“, erinnert er sich an seine ersten Auftritte vor Zuschauern, „und später haben wir nicht mehr nur in der Kirche, sondern auch auf der Straße bei kleineren Veranstaltungen gespielt.“ Gemeinsam mit einem Freund begann er zu dieser Zeit, zusätzlich auch richtigen Schlagzeugunterricht zu nehmen. „Doch irgendwann wurde die Kombination aus Musik und Fußball zu viel, so dass ich mich für ein Hobby entscheiden musste, wenn ich es ernsthaft betreiben wollte“, erklärt Pherai, der sich offensichtlich richtig entschied. „Sieht so aus“, sagt er und lacht, „wer weiß, wie weit ich als Schlagzeuger gekommen wäre, aber ganz so weit bestimmt nicht.“

Dass er es aber immer noch draufhat, erkennt man in den Tiefen des Kellers dieses Industriegebäudes im Hamburger Stadtteil Billbrook, wo Pherai mehr und mehr auftaut. „Ich habe jetzt drei Jahre lang gar nicht mehr gespielt, vorher zumindest immer noch mal ab und zu ein bisschen zum Spaß“, sagt Pherai, „da ist es wahrscheinlich normal, dass man ein paar Minuten braucht, um wieder reinzukommen.“ Das klappt mit dem ruhigeren „Mein Hamburg lieb‘ ich sehr“ schon richtig gut, „ja, dieses Lied kennen wir natürlich alle in der Mannschaft, man hört es ja immer und überall.“ Besonders angetan hat es ihm aber ein Stück, das die Band ganz zu Beginn ihrer Session – da noch mit Drummer Sven am Schlagzeug – gespielt hatte. „Abschlach!“, lautet in diesem Fall nicht nur der Band-, sondern auch der Songtitel, bei dem es deutlich schneller und brachialer zu Werke geht. Dieses Stück will sich Pherai unbedingt von Sven zeigen lassen, geht kurz ins individuelle Coaching, um anschließend den Song mit der Band zu performen. Als der letzte Akkord verklungen ist, gibt es spontanen Applaus der Band für ihren Gast-Drummer, der sich sichtlich freut, mal wieder am Schlagzeug Gas zu geben und damit seinen neuen Kumpels offensichtlich auch noch imponiert zu haben. „Man sieht definitiv: Der weiß, was er da tut“, lobt Sven seinen neuen Kompagnon, mit dem er direkt vereinbart, sich künftig doch öfter mal zum Schlagzeugspielen zu treffen.
Viel Zeit blieb dem Mittelfeldspieler in den vergangenen Jahren dazu nicht, speziell seit seinem Wechsel nach Hamburg. Neue Stadt, neuer Verein, neue Mitspieler, dazu noch das Debüt in der Nationalmannschaft Surinames, für die Pherai zuletzt viel reiste – da kann ein Hobby schon mal hinten herunterfallen. Doch das Strahlen in seinem Gesicht im Keller-Proberaum der Abschlach!-Jungs zeigt, dass wahrscheinlich nicht noch einmal drei Jahre vergehen werden, bis er das nächste Mal an den Drums sitzt. „Ich werde mich ganz bestimmt mit Sven mal zum Spielen treffen und vielleicht ja auch mit den anderen Jungs“, so Pherai, der von seiner Probesession mit den Hamburger Kult-Rockern total begeistert ist: „Ich habe noch nie in einer richtigen Band gespielt, das war heute das erste Mal, dass ich in einer solchen Konstellation gespielt habe. Und es hat richtig Spaß gemacht!“ Wiederholung also nicht ausgeschlossen. „Wenn wir das nächste Mal live im Volksparkstadion spielen, könnte Manu ja kurz dazukommen“, scherzt Sänger Michi Wendt zum Abschied, aber da wiegelt Pherai lächelnd ab: „Fußball geht vor!“ Für ein paar lustige Stunden wird es sicherlich reichen, im Fokus aber bleibt natürlich, auf dem Platz den Ton zu setzen und hier mit dem einen oder anderen Solo und abschließenden Tusch für ordentlich Musik zu sorgen. Und dann dröhnt eben nicht Abschlach!, sondern Scooter aus den Boxen. Auch gut!
Dass HSV-Mittelfeldspieler IMMANUEL PHERAI nach einem Spiel mit Applaus bedacht wird, hat der 23-Jährige in seiner Karriere schon etliche Male erlebt. Dass ihm dies auch passierte, als er für das HSVlive-Magazin die Mannschaftskabine der Rothosen gegen den Proberaum von Abschlach! eintauschte, war dann schon ein besonderer Moment. Bandprobe statt Mannschaftstraining, Drumsticks statt Dropkick – und am Ende viel Applaus für das eine oder andere starke Solo. Ladies and Gentleman, HSVlive proudly presents: Abschlach! feat. Pherai.
Musik gehört zu ihm, ob zu Hause, im Auto oder auch vor dem Spiel bei der Platzbegehung. Immanuel Pherai liebt Musik, und er liebt es, auch auf dem Platz den Ton anzugeben, Takt und Tempo zu bestimmen, mit seinen Dribblings für Trommelwirbel zu sorgen und schlussendlich sein Solo mit einem Paukenschlag zu krönen. In dieser Saison gelang dies wettbewerbsübergreifend in zwölf Partien mit vier Scorerpunkten, in der Rückrunde möchte Pherai dann noch viel häufiger wieder für den finalen Tusch und damit auch für das aus den Boxen donnernde „Always Hamburg“ als HSV-Torsong sorgen, der dann den Volkspark zum Explodieren bringt. So wie bereits in der Vergangenheit: Auf 67 Zweitliga-Spiele mit je einem Dutzend Toren und Vorlagen kann der offensive Mittelfeldmann zurückblicken – dass Pherai weiß, wie es geht, hat Hamburgs Zehner also bereits unter Beweis gestellt. Dies gilt übrigens auf, aber auch neben dem Fußballplatz. Denn bereits als Teenager lernte Pherai, nicht nur fußballerisch, sondern auch musikalisch so richtig auf die Pauke zu hauen.

Auch heute noch ist Immanuel Pherai fasziniert vom Schlagzeugspielen, weshalb er sofort zusagte, als ihm die HSVlive-Einladung in den Posteingang flatterte, an einer Probe-Session bei den Hamburg- und HSV-Rockern von Abschlach! mitzuwirken. Wie es sich für eine echte Rockband gehört, finden die wöchentlichen Sessions in einem Proberaum statt, wie man ihn sich vorstellt: klein, tief, eng, mit Instrumenten, Mikrofonen sowie reichlich Technik ausgestattet und mit dem eigenen Logo in Übergröße an der Wand. Ein Anblick, der Pherai sofort packt, als er den Raum betritt und die Bandmitglieder nacheinander begrüßt. „So sieht das also aus“, sagt er und strahlt. Später beim entspannten Plausch gibt er zu: „Ich war vorher genauso aufgeregt wie vor einem Spiel.“ In dem Augenblick aber funktioniert Pherai, die Nervosität als Neuer in der Gruppe wird gekonnt überspielt. Und dann geht es auch schon los. „Ich habe seit drei Jahren keine Sticks mehr in der Hand gehabt“, sagt er noch kurz, ehe ihm Abschlach!-Drummer Sven seine Schlagzeugstöcker in die Hand und an den Drums eine kurze Einweisung gibt. Boris und Tobi schnappen ihre Gitarren und beginnen zu spielen, Domi lässt den Bass brummen, Michi und Muchel regeln sich ihre Mikrofone in die richtige Position. Und Immanuel Pherai zählt mit den aneinander klatschenden Drumsticks ein. One, two, three, four. Showtime.
„Ich habe etwas gebraucht, um wieder reinzukommen“, gesteht „Manu“ Pherai später, doch mehr und mehr ist er wieder in seinem Element und man sieht, spürt und hört sofort, dass dort jemand sitzt, der weiß, was er tut. Die Rhythmen kommen, werden schneller, die Schläge präziser und es wird klar: Schlagzeug spielen ist ein bisschen wie Fahrrad fahren – verlernt man offensichtlich nicht! Und so hämmert sich Pherai immer mehr rein, als seine neuen Mitspieler ebenfalls einstimmen und die Nummer 10 des HSV in den Tiefen dieses Kellers nun Teil der Hamburger Kult-Band ist, deren Lieder im Stadion und auch in der Kabine rauf- und runterlaufen. „Kennst du denn ‘Mein Hamburg lieb ich sehr‘, sollen wir das mal gemeinsam spielen?“, fragt Sänger Muchel. „Natürlich kenne ich das“, lautet die leicht empörte und ungläubige Antwort, und so spielen Abschlach! und Immanuel Pherai gemeinsam die HSV-Hymne. Es ist ein besonderer Augenblick.

Immanuel Pherai (r.) mit Abschlach!-Schlagzeuger Sven, der ihm an diesem Abend einige Kniffe der Abschlach!-Songs zeigte.

Der Mann am Schlagzeug: Immanuel Pherai konzentriert bei der Arbeit (u.) und inmitten seiner Bandkollegen für diesen Abend: Gitarrist Boris, Schlagzeuger Sven, Gitarrist Tobi und Bassist Domi (hintere Reihe v.l.). Und vorn die beiden Sänger Muchel (l.) und Michael Wendt.

Sein Strahlen verrät, wie groß der Spaß und die Freude sind, nach längerer Pause endlich mal wieder an den Drums zu sitzen. Und den Taktstock zu schwingen – so wie Pherai es auch auf dem Fußballplatz am liebsten macht und wieder vermehrt tun möchte. Das ist sein großes Ziel für 2025. Sich parallel aber auch wieder häufiger ans Schlagzeug zu setzen, wird ebenfalls auf der Bucketlist für das neue Jahr stehen. Denn wieviel Freude Pherai die Abschlach!-Session bereitete, war an diesem Abend nicht zu übersehen. Ebenso wie sein Talent. Gelernt hat Pherai das Schlagzeugspielen bereits als Kind beziehungsweise Jugendlicher in seiner Heimatstadt Amsterdam. Fasziniert von den Klängen der Brass Bands, die in Suriname, der Heimat seines Vaters, eine große Tradition haben und auch in den Niederlanden häufig zu finden sind, begann der kleine Manu – „ich denke, ich war damals vielleicht vier oder fünf Jahre alt“ – mit den Fingern auf dem Tisch zu trommeln. Später gab es dann die erste eigene kleine Trommel, mit der Pherai nicht mehr nur im Kinderzimmer, sondern auch öffentlich zu spielen begann. „In den Niederlanden wird in den Kirchen und bei den Gottesdiensten sehr viel mehr Musik gespielt, dort gehört auch ein Schlagzeug dazu“, erinnert er sich an seine ersten Auftritte vor Zuschauern, „und später haben wir nicht mehr nur in der Kirche, sondern auch auf der Straße bei kleineren Veranstaltungen gespielt.“ Gemeinsam mit einem Freund begann er zu dieser Zeit, zusätzlich auch richtigen Schlagzeugunterricht zu nehmen. „Doch irgendwann wurde die Kombination aus Musik und Fußball zu viel, so dass ich mich für ein Hobby entscheiden musste, wenn ich es ernsthaft betreiben wollte“, erklärt Pherai, der sich offensichtlich richtig entschied. „Sieht so aus“, sagt er und lacht, „wer weiß, wie weit ich als Schlagzeuger gekommen wäre, aber ganz so weit bestimmt nicht.“

Dass er es aber immer noch draufhat, erkennt man in den Tiefen des Kellers dieses Industriegebäudes im Hamburger Stadtteil Billbrook, wo Pherai mehr und mehr auftaut. „Ich habe jetzt drei Jahre lang gar nicht mehr gespielt, vorher zumindest immer noch mal ab und zu ein bisschen zum Spaß“, sagt Pherai, „da ist es wahrscheinlich normal, dass man ein paar Minuten braucht, um wieder reinzukommen.“ Das klappt mit dem ruhigeren „Mein Hamburg lieb‘ ich sehr“ schon richtig gut, „ja, dieses Lied kennen wir natürlich alle in der Mannschaft, man hört es ja immer und überall.“ Besonders angetan hat es ihm aber ein Stück, das die Band ganz zu Beginn ihrer Session – da noch mit Drummer Sven am Schlagzeug – gespielt hatte. „Abschlach!“, lautet in diesem Fall nicht nur der Band-, sondern auch der Songtitel, bei dem es deutlich schneller und brachialer zu Werke geht. Dieses Stück will sich Pherai unbedingt von Sven zeigen lassen, geht kurz ins individuelle Coaching, um anschließend den Song mit der Band zu performen. Als der letzte Akkord verklungen ist, gibt es spontanen Applaus der Band für ihren Gast-Drummer, der sich sichtlich freut, mal wieder am Schlagzeug Gas zu geben und damit seinen neuen Kumpels offensichtlich auch noch imponiert zu haben. „Man sieht definitiv: Der weiß, was er da tut“, lobt Sven seinen neuen Kompagnon, mit dem er direkt vereinbart, sich künftig doch öfter mal zum Schlagzeugspielen zu treffen.
Viel Zeit blieb dem Mittelfeldspieler in den vergangenen Jahren dazu nicht, speziell seit seinem Wechsel nach Hamburg. Neue Stadt, neuer Verein, neue Mitspieler, dazu noch das Debüt in der Nationalmannschaft Surinames, für die Pherai zuletzt viel reiste – da kann ein Hobby schon mal hinten herunterfallen. Doch das Strahlen in seinem Gesicht im Keller-Proberaum der Abschlach!-Jungs zeigt, dass wahrscheinlich nicht noch einmal drei Jahre vergehen werden, bis er das nächste Mal an den Drums sitzt. „Ich werde mich ganz bestimmt mit Sven mal zum Spielen treffen und vielleicht ja auch mit den anderen Jungs“, so Pherai, der von seiner Probesession mit den Hamburger Kult-Rockern total begeistert ist: „Ich habe noch nie in einer richtigen Band gespielt, das war heute das erste Mal, dass ich in einer solchen Konstellation gespielt habe. Und es hat richtig Spaß gemacht!“ Wiederholung also nicht ausgeschlossen. „Wenn wir das nächste Mal live im Volksparkstadion spielen, könnte Manu ja kurz dazukommen“, scherzt Sänger Michi Wendt zum Abschied, aber da wiegelt Pherai lächelnd ab: „Fußball geht vor!“ Für ein paar lustige Stunden wird es sicherlich reichen, im Fokus aber bleibt natürlich, auf dem Platz den Ton zu setzen und hier mit dem einen oder anderen Solo und abschließenden Tusch für ordentlich Musik zu sorgen. Und dann dröhnt eben nicht Abschlach!, sondern Scooter aus den Boxen. Auch gut!















