Der Hamburger SV hat den Vertrag mit Eigengewächs JOSHA VAGNOMAN vorzeitig um drei weitere Jahre verlängert. Der jüngste Bundesliga-Spieler des Clubs schnürt damit bis 2024 weiter seine Schuhe für die Rothosen.

Die Freude war groß, als die Tinte trocken und die bereits vor der Corona-Pandemie weitest­gehend ausge­handelte Vertrags­verlängerung damit auch offiziell war: Am 17. April unter­zeichnete Verteidiger Josha Vagnoman in Anwesen­heit von Sport­direktor Michael Mutzel sein neues Arbeits­papier beim HSV, verlängerte seinen zum 30. Juni 2021 aus­laufenden Vertrag vorzeitig um drei weitere Jahre bis zum Sommer 2024. „Ich habe bereits als Kind davon geträumt, irgend­wann einmal für den HSV als Profi zu spielen. In dieser Saison habe ich mir mit meinem ersten Profi-Tor einen weiteren Traum erfüllt. Ich möchte auch in Zukunft den mir vom HSV aufge­zeigten Weg gehen und freue mich deshalb sehr über das mir entgegen­gebrachte Vertrauen“, erklärte der gebürtige Hamburger. 

Der bisherige Weg, seine ganz persönliche HSV-Geschichte, lag dabei in Form eines Foto­buches unmittel­bar neben dem neuen Vertrag. Eine kleine Reise durch die Vergangen­heit seiner Bilderbuch­geschichte, die vor gut zehn Jahren ihren Anfang nahm. Beim großen Sichtungs­turnier des Clubs, den „Arriba Try Outs“, machte Vagnoman auf sich aufmerksam und wechselte in den HSV-Nachwuchs. Anschließend durchlief er ab der U11 sämtliche Jugend­mannschaften des Clubs und feierte am 10. März 2018 im Alter von 17 Jahren, zwei Monaten und 27 Tagen beim Auswärts­spiel gegen den FC Bayern München sein Profi-Debüt. Damit avancierte „Josh“, wie er im Umfeld des HSV genannt wird, zum jüngsten Bundesliga-Spieler des Clubs. Seitdem hat sich der Verteidiger bei den Profis fest etabliert, absolvierte 21 weitere Pflicht­spiele für die Bundes­liga-Mannschaft der Rothosen und erzielte am 7. Spieltag der laufenden Saison beim 4:0-Heimsieg über Aue auch sein erstes Tor im Profi-Bereich. 

Die logische Konsequenz dieser Entwicklung, die mit der Berufung in die U21-Auswahl des DFB auchin der National­mannschaft einen erfreulichen Verlauf nahm, war die vor­zeitige Vertrags­verlängerung. „Wir sind stolz, dass wir mit Josha ein sehr talentiertes Eigen­gewächs, das unseren gesamten Nachwuchs­bereich von der U11 bis in den Profi-Bereich durch­laufen hat, weiter von unserem Weg über­zeugen und langfristig an uns binden konnten“, erklärt Sport­direktor Mutzel. „Josha bringt eine hohe Identifi­kation mit dem HSV und seiner Geburts­stadt Hamburg mit und hat in den vergangenen Jahren zudem erfolg­reich die ersten Schritte im Profi-Bereich gemacht. Wir werden ihn bei seiner weiteren sportlichen und persönlichen Entwicklung best­möglich unterstützen und wollen alle gemeinsam die kommenden sportlichen Heraus­forderungen meistern.“ 

In dieser Hinsicht kam Vagnoman die jüngst zurück­gelegte sportliche Zwangs­pause durch die Corona-Pandemie durchaus recht. Der Rechts­fuß, der sich in dieser Spiel­zeit nach dem Ausfall von Jan Gyamerah zunächst zur Stamm­kraft auf der rechten Verteidiger­position entwickelt hatte und dann selbst Ende Oktober mit einem Mittel­fußbruch lange Zeit ausfiel, hat seine Verletzung vollständig auskuriert und ist nun wieder eine gute Option im HSV-Spiel. Und zwar nicht nur für das Saison­finale, sondern auch für die kommenden Jahre. Das nächste Kapitel ist aufgeschlagen …