Kaum ein anderer Spieler drückte der 2. Liga in den vergangenen drei Jahren derart seinen Stempel auf wie SONNY KITTEL. In Fürth absolvierte der 27-Jährige nun sein 100. Zweitliga-Spiel und blickt im HSVlive-Magazin anlässlich seines Jubiläums auf eine Zeit voller Highlights zurück. 

100 Spiele, 34 Tore, 26 Assists – so lautet Sonny Kittels eindrucksvolle Bilanz in der 2. Bundesliga. 56 seiner insgesamt 60 Scorer­punkte hat der beidfüßige Offensiv­spieler dabei in den vergangenen drei Jahren erzielt – nur Bielefelds Fabian Klos (66) kann in diesem Zeitraum mehr Tor­beteiligungen vorweisen.  In der Saison 2017/18 (10 Tore, 15 Assists) sowie 2018/19 (10/6) dribbelte der gebürtige Gießener groß für den FC Ingol­stadt auf, seit dieser Spielzeit trägt er die Raute auf der Brust und avanciert bisher mit elf Treffern und vier Torvor­lagen zum internen Top-Scorer. Beim 2:2-Sieg in Fürth kam Kittel jüngst zum 100. Mal in der Zweiten Liga zum Einsatz und lässt passend zu diesem Anlass besondere Momente, Siege und Tore noch einmal Revue passieren.  

Mein größter Moment:
„Das war mein erster Zweitliga-Treffer und zugleich mein erstes Tor im Profibereich mit der Eintracht gegen den FSV Frankfurt. Damals war ich 19 Jahre alt und hatte gerade meinen ersten Kreuzbandriss hinter mir. Es war an sich kein besonderes Tor, ich erhielt den Ball am Elfmeterpunkt und hab ihn flach ins Eck geschoben – das Ding hätte jeder von uns gemacht. (lacht) Für mich war es aber ein ganz besonderer Moment, an den ich mich noch heute gern erinnere.“ 

Mein größter Sieg:
„2012 der Aufstieg mit der Eintracht: Am drittletzten Spieltag haben wir in Aachen mit einem 3:0-Auswärtssieg vorzeitig alles klargemacht. Das war ein wichtiger und schöner Sieg, auch wenn es ein Montagabendspiel war und es im Nachhinein dann nicht so zur Sache gegangen ist wie vielleicht bei einem Sieg am Wochenende. (lacht)“

Meine schlimmste Niederlage:
„Die Derby-Niederlagen mit dem HSV in dieser Saison. In diesem Duell steckt so viel Bedeutung und Rivalität drin, so dass die Niederlagen richtig wehtaten. Ansonsten habe ich mit Ingolstadt mal 0:6 in Bochum und 1:5 gegen Kiel verloren. Da gab es weitere schmerzhafte Niederlagen.“   

Mein schönstes Tor:
„(Überlegt lange) Puh, das ist schwierig, da einige tolle Treffer dabei waren. Mir kommt zuerst ein Freistoßtor mit dem FCI am Millerntor in den Sinn: halbrechts, 16 Meter zum Tor und dann mit Zug rechts an der Mauer vorbei ins Tor. Auch der Lupfer gegen Fürth und der Chip-Elfmeter gegen Nürnberg aus dieser Saison mit dem HSV waren nicht schlecht.“  

Mein bestes Spiel:
„Ein 4:2-Heimsieg mit dem FC Ingolstadt gegen Dynamo Dresden. Da war ich mit drei Assists und einem Treffer an allen vier Toren beteiligt und habe mich in einen Rausch gespielt. Zudem war der Spielverlauf dramatisch. Wir lagen zuerst mit 2:0 vorn und haben gegen Ende den 2:2 Ausgleich kassiert. In der Nachspielzeit habe ich dann das Siegtor zum 3:2 geschossen und das 4:2 noch aufgelegt.“ 

Der größte Adrenalinkick:
„Die Choreo vor dem Heimspiel gegen Hannover in dieser Saison. Das war richtig krass – jeder Mensch im Stadion war daran beteiligt und hielt ein Blatt hoch. Das war ein unvergesslicher Moment, als Spieler in ein Stadion mit so einer Kulisse einzulaufen.“